Kükentagebuch

 

Wie sich vielleicht schon herum gesprochen hat, wird in den drei 1. Klassen ein besonderes Projekt zur Osterzeit durchgeführt. Im Projekt „Vom Ei zum Huhn“ wird versucht, aus Hühnereiern Küken auszubrüten.

Doch bevor es losgehen konnte, mussten viele Punkte organisiert und verschiedene Dinge beschafft werden.

Zu beginnen wäre hier natürlich mit dem Brutkasten. Ohne diesen wäre unser Projekt noch vor dem Beginn unmöglich gewesen.

Als nächstes Problem stellt sich die Beschaffung befruchteter  Eier heraus. Es gibt zwar viele Hühnerhalter, jedoch nennen die Wenigsten einen Hahn ihr Eigen.

Ein weiterer wichtiger Punkt waren die „Ersatzhennen und –hähne“. Zur Erklärung: Hühnereier müssen am Tag mindestens 3 Mal gedreht werden, damit die Küken im Ei nicht an der schützenden Haut kleben bleiben. Hier springen Frau Thielgen, Frau Theis, Frau Voogt und Herr Paulus ein, die uns helfen, die Eier zu drehen.

An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an sie!

 

Aber nun zum eigentlichen Projekt:

03. März                                                                                           (Tag -4)

Der Brutkasten wird angeschlossen, um seine Funktion zu überprüfen und das Gerät schon einmal auf die gewünschte Temperatur zu bringen und einzustellen. Zudem wird die Genauigkeit des mitgelieferten Thermometers durch Kontrollthermometer überprüft.

 

  07. März     (Tag 1)

Eier x und O


1  

Die Eier werden in den Brutkasten gelegt. Die Temperatur im Inneren beträgt um 38° Celsius. Auf den Eiern sind deutlich Kreuze zu erkennen, die mit Bleistift auf die Eier gezeichnet wurden. Sie sollen – zusammen mit den Kreisen auf der Rückseite – das Drehen der Eier vereinfachen.

 

14. März   (Tag 8)

Die Nachricht über das Projekt verbreitet sich in der Schule und auch die Schüler der höheren Klassen informieren sich über den aktuellen Entwicklungsstand der Küken.

 

15.März (Tag 9)

Basteln in Klassenstufe 1


 

Die Schüler der Klasse 1 basteln mit Feuereifer an der Oster-/Kükendekoration. Sie informieren sich auch darüber, wie es in einem Ei aussieht und über das Haushuhn.

 

16. März                                                                                          (Tag 10)

Der Tag der Entscheidung… An diesem Tag sollen die Eier mit einer starken Taschenlampe durchleuchtet werden, um zu erkennen, ob sich Küken in den Eiern entwickeln.

Zu unser aller Erleichterung ist in 36 Eiern eine Entwicklung erkennbar. 36 befruchtete Eier sind wahnsinnig viel!  Die vier unbefruchteten Eier werden aus dem Brutkasten entfernt, um die Entwicklung der Küken nicht zu gefährden.

Ab heute wird die Luftfeuchtigkeit im Brutkasten auf 45% angehoben. Dies geschieht durch Befüllen der innersten Rille im Brutkasten mit warmem Wasser und verhindert das Austrocknen der Eier.

 

Eiertestung


 

08. März – 18. März                                                           (Tag 2 – Tag 11)

Im Ei entwickelt sich das Küken rasend schnell. Das Herz beginnt bereits nach 2 Tagen zu schlagen. Blutgefäße werden ausgebildet und es sind schon deutlich Kopf, Beine und Flügel zu erkennen.

 

21.März                                                                                           (Tag 15)

Um den Schülern die fortschreitende Zeit zu verdeutlichen, wird ein allmorgendliches Ritual eingeführt. Ein Ei, das an einer Klammer befestigt ist, wird jeden Morgen am Zeitstrahl einen Tag weiter geschoben. Zudem informieren sich die Schüler der 1. Klasse über den Entwicklungsstand der Küken.

 

22. März (Tag 16)

Heute besuchen die ersten Klassen die örtliche Tierärztin Frau Dr. Zehren. Sie betreut das Kükenprojekt und hat alle ersten Klassen zu sich in die Praxis eingeladen. 

Zuerst wurde darüber gesprochen, wer welche Haustiere hat und wie sie richtig zu pflegen sind. Danach durften sich die Erstklässler genauer in der Praxis umsehen. Das Röntgengerät wurde erklärt und sogar ein paar echte Röntgenbilder gab es zu sehen.

Zum Schluss wurden noch alltägliche Gegenstände vorgestellt, die ein Tierarzt braucht, um seine Patienten wieder gesund zu machen. Natürlich musste auch noch ein Kuscheltier verbunden werden.

Wie möchten uns auf diesem Wege noch einmal ganz herzlich bei Frau Dr. Zehren für ihre Mühe bedanken!

 

  

24. März                                                                                          (Tag 18)

Die Luftfeuchtigkeit im Brutapparat wird noch einmal um 10% auf 55% erhöht (Befüllung der mittleren Rinne). Damit die Küken sich beim Schlüpfen nicht verletzen, wird die Drehunterlage aus Holz durch ein Metallgitter ersetzt. Ab heute dürfen die Eier nicht mehr gedreht werden.

 

27. März                                                                                          (Tag 21)

Langsam aber sicher werden Vorbereitungen für unsere neuen „Schüler“ getroffen. Ein Käfig mit Streu und Wärmelampe wird aufgestellt.

Heute konnten Schüler beobachten, wie einige Eier von selbst anfingen zu wackeln. Die Spannung steigt.

 

28. März                                                                                          (Tag 22)

Heute sollte es soweit sein. Doch zur großen Enttäuschung aller ist im Brutkasten nichts zu sehen. Es beginnen sofort Diskussionen, ob nicht vielleicht doch am Ende noch ein Fehler begangen wurde und allgemeine Sorge macht sich breit.

Überlegungen ein „Fremdküken“ zu beschaffen wurden laut und ebenso schnell wieder verworfen, da immer wieder vor den - jetzt schon sehr aufgeregten – Schülern betont wurde, dass kein Küken schlüpfen muss.  

29. März                                                                                          (Tag 23)

Gegen Abend sind mittlerweile viele Eier aufgebrochen oder wackeln deutlich sichtbar. Zwei Küken haben sich bereits aus dem Ei befreien können.

 

 

 

  

30. März (Tag 24)

Die Erlösung: es sind über Nacht noch 8 Küken geschlüpft. Im Laufe des Tages erblicken weitere 9 Küken das Licht der Welt. Die Schüler haben das Glück bei einer Geburt „live“ dabei zu sein.  

 

 

 

 

 

 

 

31.März (Tag 25)

Nach einer Trocknungszeit von ungefähr 24 Stunden ziehen die Küken in ihr neues Zuhause ein. Ein Küken muss leider als Nachzügler noch im Brutkasten bleiben, da es nicht ganz getrocknet ist.  


Bei den Küken ist noch gut der „Eizahn“ zu erkennen, den sie benötigen, um von innen die Schale des Eis zu durchbrechen.

04. April (Tag 29)

Nach knapp einer Woche sind die Küken enorm gewachsen. Der Größenvergleich zeigt, dass sich das Küken immer deutlich in Richtung Huhn entwickelt hat.

07. April (Tag 32)

Heute ist der letzte Tag unserer Küken in der Schule. Nach dem Unterricht werden sie in ihr vorgesehenes neues zu Hause gebracht.